3ik-Wochenbericht vom 08.01.2016

Von Hans Heimburger



Die Aktienmärkte produzieren einen Fehlstart für 2016

Die erste Handelswoche des neuen Jahres strapazierte einmal mehr die Nerven der Anleger. Ein „China-Böller“ in Form eines Kursrutsches von mehr als 6 Prozent gleich am ersten Börsentag 2016 löste Schockwellen rund um den Globus aus. Wir erachten diese Entwicklung fundamental für nicht gerechtfertigt, wie wir nachfolgend und in dem Beitrag „Gies & Heimburger Weltbild per Januar 2016 – Kapitalmarktausblick“ darlegen.

Viele Handelssäle waren zum Jahresstart noch dünn besetzt, so dass die einsetzenden Verkaufsorders auf nicht allzu viel Gegenwehr trafen. Der Kollege Computer arbeitete dann emotionslos (und manchmal auch hirnlos) die programmierten Verkaufs-Limite ab. Hier fragt dann zunächst niemand welchen (mittelfristigen) Sinn solche Verkäufe überhaupt ergeben, sie werden einfach ausgeführt. Ich werde über das Wochenende unsere Analyse zu China noch vertiefen. Dies können Sie jederzeit auf unserer Homepage nachvollziehen.

Konjunkturängste für Amerika verstärken die China-Sorgen

Es wäre unredlich und sachlich nicht richtig den schwarzen Peter für die Kursrückgänge an den Aktienmärkten nur den Chinesen zuschieben zu wollen. Genauso ins Gewicht vielen die jüngsten Konjunkturdaten aus Amerika. Nein, ein schwungvoller Start einer Volkswirtschaft in das neue Jahr sieht anders aus. Allerdings sollte man auch hier mit Maß und Ziel vorgehen und die Fakten sehr tief würdigen. Die Einkaufsmanagerdaten von ISM (institute for supply Management) für das verarbeitende Gewerbe am 04.01.2016 und den Dienstleistungssektor am 06.01.2016 fielen leicht unter den Erwartungen aus. Hieraus nun Rezessionsängste für Amerika zu schüren scheint sehr weit hergeholt. Wir wollten an diesem wichtigen Punkt die Einschätzungen nicht dem Zufall und der Emotion überlassen. Ich nutzte meinen Kontakt zu Paul Ashworth, dem US Chef-Ökonomen von Capital Economics aus London. Paul prognostizierte Ende 2015 ein Wachstum des amerikanischen BIP für das erste und zweite Quartal 2016 in Höhe von jeweils 2,6%. Nachfolgend gebe ich Ihnen einen Einblick in unseren Mailaustausch vom vergangenen Mittwoch.

 

Dear Mr Ashworth,

I wish you and your colleagues a happy, healthy and successful New Year.

After the release of both ISM PMIs on January 4th and today, are there concerns that your GDP forecasts from late December could be too optimistic?

Thanks a lot for your answer and best regards from Germany

Hans

 

Dear Hans,

No. The declines in both indices were less that one point. That is a very modest change.  An average of the two indeices is still consistent historically with GDP growth of 2.5%.

It does appear that fourth-quarter GDP growth will be weaker than we initially thought, but I don’t have any reason to change the forecast for 2016 as a whole.

Regards

Paul Ashworth

Chief US Economist

Capital Economics (N.A.) Ltd.

Ich fragte Paul, ob er auf Grund der zuletzt schwächeren Konjunkturdaten seine optimistische Prognose für das Jahr 2016 revidiert, was er klar verneinte.

Fazit: Sorgen zur Entwicklung in China und Amerika sind in einem gewissen Maß berechtigt. Für übertriebene Ängste gibt es keine Belege.

 

Angst essen Seele auf

Ich wurde in den vergangenen Tagen wiederholt gefragt, ob 2016 eine Wiederholung der Entwicklung des Jahres 2008 liefern könnte. Mich erinnern die Fragen sehr stark an den in der Überschrift zitierten Filmtitel von Fassbinder aus den 1970ern. Ganz eindeutig nein. Die Situation ist keinesfalls vergleichbar. Ich will nur einige wenige Stichpunkte aufführen, die meine Überzeugung bestätigen:

  • wir sehen keine Kreditklemme (so wie nach der Lehman-Pleite in 2008).
  • wir sehen keinen Einbruch in den Auftragseingängen.
  • der amerikanische Verbraucher entschuldete sich seit 2008 sehr deutlich. Es wird keine Beeinträchtigung des dortigen Konsums geben (ganz im Gegenteil).
  • die europäische Konjunktur ist erstaunlich robust.
  • der tiefe Ölpreis wirkt wie ein gigantisches Konjunkturprogramm. Dies wird aktuell in kaum einer Publikation gewürdigt.

Fazit: Wir sehen die Weltkonjunktur insgesamt auf einem soliden Pfad. Überschäumende Wachstumszahlen gehören der Vergangenheit an. Allerdings lernen es die Unternehmen auch in diesem Umfeld zurecht zu kommen. Effizienzsteigerung (Einsatz von Technik und immer mehr Software) ist das große Stichwort. Wir bevorzugen Aktien in Europa und Japan, gefolgt von Technologiewerten in Amerika. Investitionen in den Schwellenländern stellen wir aktuell noch zurück. Dies könnte aber im Verlauf von 2016 eine interessantes Investitionsfeld werden.

Wochentief Wochenhoch Kurs aktuell (19:30 Uhr)
DAX: 9.826 10415 9.863
Euro Stoxx 50: 3.030 3.235 3.038
S&P 500: 1.933 2.021 1.940
Nikkei 225: 17.535 18.948 17.697

 

Was wir für Sie getan haben…

Im 3ik-Strategiefonds I kauften wir eine kleine Position in einem Mischfonds. Die Schwankungen im Aktienmarkt nutzten wir für vorsichtige Trades im DAX Future.

Im 3ik-Strategiefonds II nutzten wir die Schwankungen des Aktienmarktes für vorsichtige Trades im DAX-Future.

Im 3ik-Strategiefonds III nutzten wir die Schwankungen des Aktienmarktes für vorsichtige Trades im DAX-Future.

3ik-Strategiefonds I – geringe Schwankungen

Link zum tagesaktuellen FactSheet des 3ik-Strategiefonds I: >> FactSheet

Wertentwicklung seit 1.1.2016 YtD Wertentwicklung 1 Jahr Volatilität 1 Jahr Max. Drawdown 1 Jahr Anteilswert per 07.01.2016
-0,66% -0,48% + 4,61% – 6,81% 107,49 Euro

 

3ik-Strategiefonds II – mäßige Schwankungen

Link zum tagesaktuellen FactSheet des 3ik-Strategiefonds II: >> FactSheet

Wertentwicklung seit 1.1.2016 YtD Wertentwicklung 1 Jahr Volatilität 1 Jahr Max. Drawdown 1 Jahr Anteilswert per 07.01.2016
-2,30% -0,71% + 10,82% – 13,81% 116,11 Euro

 

3ik-Strategiefonds III – langfristig hoher Wertzuwachs

Link zum tagesaktuellen FactSheet des 3ik-Strategiefonds III: >> FactSheet

Wertentwicklung seit 1.1.2016 YtD Wertentwicklung 1 Jahr Volatilität 1 Jahr Max. Drawdown 1 Jahr Anteilswert per 07.01.2016
-3,33% +3,70% +16,57% -17,50% 118,84 Euro

 

Die 3ik-Strategiefonds seit Jahresbeginn 2015

Die 3ik-Strategiefonds I-III (blau, grün, rot) in 2015

Die 3ik-Strategiefonds I-III (blau, grün, rot) in 2015

 

Details liefern Ihnen die tagesaktuellen FactSheets. Links siehe am Fuß dieses 3ik-Wochenberichtes.

Ausblick

Wir erwarten eine spürbare Erholung der Aktienkurse in der kommenden Woche. Konkret sehen wir eine Erholung des DAX bis mindestens 10.200 Punkten.

Steuergünstig: die 3ik – Versicherungen

Die folgenden Angaben sind für die Anleger, die die 3ik-Strategiefonds im Rechtsrahmen einer lebenslang steuerbegünstigten „Private-Insuring“ – Police nutzen. Dies sind:

WFLifeCycleVersicherung bei der Vorsorge Luxemburg Lebensversicherung S.A.

Diese Police ist seit dem 1.7.2009 verfügbar. Das dreigeteilte Investmentkonzept wird dort im Rahmen von drei internen Fonds umgesetzt. Die Anteilswerte für die internen Fonds des Versicherungsvermögen, deren Wertermittlung am 1.7.2009 mit dem Wert 100,00 begann, sind wie folgt:

Versicherung Anteilswerte (Stichtag 29.12.2015)
WFLifeCycle I: 108,55 €
WFLifeCycle II: 134,29 €
WFLifeCycle III: 144,60 €

VIP ValorLife Versicherungen

Für die Kunden, die eine Police bei der ValorLife Versicherung besitzen, gilt ebenfalls: Die internen Fonds, die für die VIP ValorLife 99 D Policen geführt werden, sind seit Anfang 2012 genauso zusammengesetzt wie die oben beschriebenen 3ik-Strategiefonds. Die Wertentwicklung dieser Policen folgt damit der Wertentwicklung der 3ik-Strategiefonds.

Autor des 3ik-Wochenberichtes:

Hans-Heimburger-CIO-3ik-strategiefonds Hans Heimburger CIO
Tel.: 07633 – 91 14 13
h.heimburger@3ik-strategiefonds.de
www.3ik-strategiefonds.de

Links zu den tagesaktuellen FactSheets:

3ik-strategiefonds-1-wkn-a1h44g-isin-de000a1h44g8 3ik-Strategiefonds-II-wkn-a1h44j-isin-de000a1h44j2 3ik-Strategiefonds-III-wkn-a1h44l-isin-de000a1h44l8
3ik-Strategiefonds I
geringe Schwankungen
3ik-Strategiefonds II
mäßige Schwankungen
3ik-Strategiefonds III
langfristig hoher Wertzuwachs
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