Das kräftige Wirtschaftswachstum in Amerika stützt den Dollar

Von Hans Heimburger

Wenn wir auf das vergangene Jahr schauen, dann fällt die spürbare Erholung des Euro zum US Dollar auf. Von seinem Tief bei 1,066 am Scheitelpunkt des Corona-Crashs Mitte März 2020 bis zum Hoch am 6. Januar 2021 bei 1,233, ist dies eine Wertsteigerung von immerhin 15,66%.

Der zunächst bessere Umgang mit der C-19 Pandemie in Europa im Vergleich zu den USA (unter Präsident Trump) und die politischen Unsicherheiten vor der amerikanischen Präsidentschaftswahl Anfang November waren sicherlich die Hauptgründe für die Abwertung des Dollars.

Der Dollar mit Rückenwind in 2021

Doch in diesem Jahr scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Das energische C-19 Impfmanagement der US-Administration unter Präsident Biden, 1,9 Billionen weiterer Corona-Hilfen für die Amerikaner und die Aussicht auf ein gigantisches Infrastrukturprogramm verliehen der amerikanischen Konjunktur regelrecht Flügel. Dies stütze den Dollar, der seit seinem Tief Anfang Januar bis aktuell zum Euro um 3,2% aufwertete.

Volkswirte schätzen das Bruttoinlandsproduktwachstum für das laufende Jahr im Bereich von 6 Prozent. Damit wird Amerika deutlich vor der Eurozone liegen. Lockdown ist in den USA zum Fremdwort geworden (bei uns beschleicht mich das Gefühl, dass manche Politiker vom „Lockdown for ever“ träumen), wirtschaftliche Zuversicht steht an erster Stelle. Beispielhaft sehen wir in Amerika in den vergangenen Wochen eine deutliche Erholung des Flugpassagieraufkommens (siehe nachfolgende Grafik). In Deutschland liegen wir noch immer unter 30% im Vergleich zu 2019 (vor der Pandemie).

Der Renditeunterschied lockt Anlagegelder in den Dollar

Wir haben in den vergangenen Wochen den Anstieg der Renditen am amerikanischen Rentenmarkt mehrfach beleuchtet. Der deutliche Renditeunterschied zu Gunsten der US-Staatsanleihen (siehe folgende Grafik) ist Ausdruck der oben beschriebenen Wachstumsstärke in Amerika.

Dieser Umstand lockt Anlagegelder in den Dollar. Selbst wenn das Währungsrisiko zum Euro via Absicherung eliminiert wird, verbleibt ein positiver Zinsertrag.

Fazit:

Nach unserer Einschätzung wird der Renditeunterschied zwischen amerikanischen Staatsanleihen und Bundesanleihen (und anderer europäischer Staats-Bonds) zumindest erhalten bleiben, sich vielleicht noch ausweiten. Dies sollte den Dollar in den kommenden Monaten unterstützen.

 

Das kräftige Wirtschaftswachstum in Amerika stützt den Dollar

Von Hans Heimburger

Wenn wir auf das vergangene Jahr schauen, dann fällt die spürbare Erholung des Euro zum US Dollar auf. Von seinem Tief bei 1,066 am Scheitelpunkt des Corona-Crashs Mitte März 2020 bis zum Hoch am 6. Januar 2021 bei 1,233, ist dies eine Wertsteigerung von immerhin 15,66%.

Der zunächst bessere Umgang mit der C-19 Pandemie in Europa im Vergleich zu den USA (unter Präsident Trump) und die politischen Unsicherheiten vor der amerikanischen Präsidentschaftswahl Anfang November waren sicherlich die Hauptgründe für die Abwertung des Dollars.

Der Dollar mit Rückenwind in 2021

Doch in diesem Jahr scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Das energische C-19 Impfmanagement der US-Administration unter Präsident Biden, 1,9 Billionen weiterer Corona-Hilfen für die Amerikaner und die Aussicht auf ein gigantisches Infrastrukturprogramm verliehen der amerikanischen Konjunktur regelrecht Flügel. Dies stütze den Dollar, der seit seinem Tief Anfang Januar bis aktuell zum Euro um 3,2% aufwertete.

Volkswirte schätzen das Bruttoinlandsproduktwachstum für das laufende Jahr im Bereich von 6 Prozent. Damit wird Amerika deutlich vor der Eurozone liegen. Lockdown ist in den USA zum Fremdwort geworden (bei uns beschleicht mich das Gefühl, dass manche Politiker vom „Lockdown for ever“ träumen), wirtschaftliche Zuversicht steht an erster Stelle. Beispielhaft sehen wir in Amerika in den vergangenen Wochen eine deutliche Erholung des Flugpassagieraufkommens (siehe nachfolgende Grafik). In Deutschland liegen wir noch immer unter 30% im Vergleich zu 2019 (vor der Pandemie).

Der Renditeunterschied lockt Anlagegelder in den Dollar

Wir haben in den vergangenen Wochen den Anstieg der Renditen am amerikanischen Rentenmarkt mehrfach beleuchtet. Der deutliche Renditeunterschied zu Gunsten der US-Staatsanleihen (siehe folgende Grafik) ist Ausdruck der oben beschriebenen Wachstumsstärke in Amerika.

Dieser Umstand lockt Anlagegelder in den Dollar. Selbst wenn das Währungsrisiko zum Euro via Absicherung eliminiert wird, verbleibt ein positiver Zinsertrag.

Fazit:

Nach unserer Einschätzung wird der Renditeunterschied zwischen amerikanischen Staatsanleihen und Bundesanleihen (und anderer europäischer Staats-Bonds) zumindest erhalten bleiben, sich vielleicht noch ausweiten. Dies sollte den Dollar in den kommenden Monaten unterstützen.