Die PMIs deuten auf eine Abschwächung der wirtschaftlichen Erholung in den Industrieländern hin

Von Hans Heimburger

Die schwächere Serie von Flash-PMIs (PMI = Purchasing Manager Index = Einkaufsmanagerindex. Die Flash-Indizes basieren auf annähernd 85-90% der monatlichen Umfrage-Rückmeldungen und liefern damit eine detaillierte frühzeitige Schätzung der endgültigen PMIs) im September deutet darauf hin, dass die in den letzten Monaten beobachtete kräftige Erholung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den Industriestaaten an Schwung verliert, selbst in den Ländern, in denen die Viruszahlen moderat sind. Es besteht nun die Gefahr, dass erneute Eindämmungsmaßnahmen im Vereinigten Königreich und in der Eurozone (vor allem in Spanien und Frankreich) die Erholung ins Stocken bringt.

Der Dienstleistungssektor ist der Spielverderber

Die Flash-PMIs deuten darauf hin, dass der zusammengesetzte PMI von 52,2 im August auf 51,3 im September gefallen ist. Der Dienstleistungssektor in der Eurozone war weitgehend für diese Verschlechterung verantwortlich. Der Dienstleistungs-PMI fiel von 52,2 im August auf 51,2, während das Äquivalent des verarbeitenden Gewerbes auf fast ein Zweijahreshoch von 52,0 stieg.

In den USA ging der PMI nur leicht zurück, da ein Rückgang des Dienstleistungsindex durch einen Anstieg des Index für das verarbeitende Gewerbe auf ein fast Zweijahreshoch ausgeglichen wurde. Und in Japan haben sich die Flash-PMIs vom September kaum verändert, wobei der zusammengesetzte PMI weit unter seinem Vor-Virus-Niveau liegt.

Der ifo Geschäftsklimaindex steigt

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich im September erneut verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 93,4 Punkte gestiegen, nach 92,5 Punkten im August. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Situation abermals positiver als im Vormonat. Zudem erwarten sie eine weitere Erholung ihrer Geschäfte. Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich trotz steigender Infektionszahlen.

Fazit:

Die starke Dynamik der wirtschaftlichen Erholung, die wir bis Anfang August sahen, ist zunächst weg. Die Daten sind noch ok (vor allem in Amerika und der Manufacturing-Bereich auch noch in Europa). In der Eurozone „schmerzt“ bereits der Service-Sektor, der unter den erneuten „Eindämmungsmaßnahmen“ angesichts steigender C-19 Neuinfektionen zu leiden beginnt. Deutschland profitiert von seiner Stärke im verabeitenden Gewerbe.

Der „einfache Weg“ der Erholung ist gegangen. Jetzt wird es steiniger.

 

Die PMIs deuten auf eine Abschwächung der wirtschaftlichen Erholung in den Industrieländern hin

Von Hans Heimburger

Die schwächere Serie von Flash-PMIs (PMI = Purchasing Manager Index = Einkaufsmanagerindex. Die Flash-Indizes basieren auf annähernd 85-90% der monatlichen Umfrage-Rückmeldungen und liefern damit eine detaillierte frühzeitige Schätzung der endgültigen PMIs) im September deutet darauf hin, dass die in den letzten Monaten beobachtete kräftige Erholung der wirtschaftlichen Aktivitäten in den Industriestaaten an Schwung verliert, selbst in den Ländern, in denen die Viruszahlen moderat sind. Es besteht nun die Gefahr, dass erneute Eindämmungsmaßnahmen im Vereinigten Königreich und in der Eurozone (vor allem in Spanien und Frankreich) die Erholung ins Stocken bringt.

Der Dienstleistungssektor ist der Spielverderber

Die Flash-PMIs deuten darauf hin, dass der zusammengesetzte PMI von 52,2 im August auf 51,3 im September gefallen ist. Der Dienstleistungssektor in der Eurozone war weitgehend für diese Verschlechterung verantwortlich. Der Dienstleistungs-PMI fiel von 52,2 im August auf 51,2, während das Äquivalent des verarbeitenden Gewerbes auf fast ein Zweijahreshoch von 52,0 stieg.

In den USA ging der PMI nur leicht zurück, da ein Rückgang des Dienstleistungsindex durch einen Anstieg des Index für das verarbeitende Gewerbe auf ein fast Zweijahreshoch ausgeglichen wurde. Und in Japan haben sich die Flash-PMIs vom September kaum verändert, wobei der zusammengesetzte PMI weit unter seinem Vor-Virus-Niveau liegt.

Der ifo Geschäftsklimaindex steigt

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich im September erneut verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im September auf 93,4 Punkte gestiegen, nach 92,5 Punkten im August. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Situation abermals positiver als im Vormonat. Zudem erwarten sie eine weitere Erholung ihrer Geschäfte. Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich trotz steigender Infektionszahlen.

Fazit:

Die starke Dynamik der wirtschaftlichen Erholung, die wir bis Anfang August sahen, ist zunächst weg. Die Daten sind noch ok (vor allem in Amerika und der Manufacturing-Bereich auch noch in Europa). In der Eurozone „schmerzt“ bereits der Service-Sektor, der unter den erneuten „Eindämmungsmaßnahmen“ angesichts steigender C-19 Neuinfektionen zu leiden beginnt. Deutschland profitiert von seiner Stärke im verabeitenden Gewerbe.

Der „einfache Weg“ der Erholung ist gegangen. Jetzt wird es steiniger.