Spannungen im Nahen Osten treiben den Ölpreis

Von Peter Görg

Attacke auf Aramco

Die Angriffe auf ein saudiarabisches Ölverarbeitungszentrum am letzten Samstag mit Drohnen und vermutlich auch Raketen haben mehr als die Hälfte der saudischen Ölproduktion lahmgelegt, was gleichbedeutend damit ist, das 5% des weltweiten Ölangebots vorrübergehend ausgefallen sind und somit der Ölpreis kurzfristig um 20% auf 72$ je Barrel innerhalb weniger Stunden katapultiert wurde, der größte kurzfristige Preisanstieg seit 30 Jahren.

Bin Salman, der saudische Kronprinz, zeigte sich  optimistisch,  dass die Aramco Raffinerien in drei bis vier Wochen wieder den vollständigen Produktionsbetrieb aufnehmen könnten. Die Versorgung der Weltmärkte mit Öl sei durch den Abbau der Lagerbestände aller Ölexportländer ohnehin kurzfristig  gesichert und dass die Ölpreise sich von dem Terrorschock bald wieder erholen sollten.

Auswirkungen

Nichts desto Trotz wird der Anschlag seine Auswirkungen nicht verfehlen. Das Vertrauen der globalen Investoren in die Sicherheit von bedeutenden Ölproduktionsstätten ist deutlich geschwächt, trotz aller Sicherheitsmaßnahmen, die schon jetzt auf einem sehr hohen Standard sind, könnte sich jederzeit eine ähnliche oder gar schlimmere Katastrophe wiederholen.

Bei weiteren erfolgreichen Attacken könnten echte Lieferengpässe entstehen, die  dann den Ölpreis möglicherweise auf jenseits der 80$ Marke je Barrel treiben könnten und somit die schwächelnde Weltkonjunktur weiter belasten,  was ein weltweites  Rezessionsszenario wahrscheinlich werden ließe.

Die Möglichkeit eines ausgewachsenen kriegerischen Konflikts in der Region unter Einbeziehung der USA und des Irans hätte für die Ölpreisentwicklung und die damit verbundenen Volkswirtschaften dramatische Folgen , von humanitären und politischen Konsequenzen und Auswirkungen ganz abgesehen.

Gewinner des Konflikts

Es gibt auch Profiteure der aktuell angespannten Situation um den Ölpreis. Mit dem starken Preisanstieg des schwarzen Goldes sind auch gleichzeitig die Aktienkurse großer internationaler Ölkonzerne stark angezogen. Der S&P Global Oilindex ist bisher im September, spekulationsbedingt, um 8% angestiegen. Die Ölförderindustrie in den USA erlebt, nicht zuletzt durch den Abbau von Schieferöl in den letzten Jahren ein Boom , der aktuell noch befeuert wird und die Vereinigten Staaten von Amerika zum größten Ölexporteur  weltweit gemacht hat.

Ein weiterer Anstieg und die Folgen für die Weltwirtschaft wären nachhaltig für Ölaktien und die gesamte Ölindustrie dann aber bedingt durch den konjunkturellen  Abschwung wohl eher nicht konstruktiv.

Lösungsansätze

Die Hoffnung ist, dass derartige Konflikte in der Vergangenheit oft doch noch mit diplomatischer Vernunft gelöst worden sind, im Zeichen politisch populistischer Protagonisten ist dies bestimmt nicht einfacher geworden.

Fazit: Keine spekulativen Investments empfohlen

Die Gemengelage lässt eine Prognose über die weitere Entwicklung des bedeutenden Rohstoffs kaum zu, daher ist es dem Privatanleger nicht zu raten, sich spekulativ mit Investments im Ölsektor zu engagieren.

Spannungen im Nahen Osten treiben den Ölpreis

Von Peter Görg

Attacke auf Aramco

Die Angriffe auf ein saudiarabisches Ölverarbeitungszentrum am letzten Samstag mit Drohnen und vermutlich auch Raketen haben mehr als die Hälfte der saudischen Ölproduktion lahmgelegt, was gleichbedeutend damit ist, das 5% des weltweiten Ölangebots vorrübergehend ausgefallen sind und somit der Ölpreis kurzfristig um 20% auf 72$ je Barrel innerhalb weniger Stunden katapultiert wurde, der größte kurzfristige Preisanstieg seit 30 Jahren.

Bin Salman, der saudische Kronprinz, zeigte sich  optimistisch,  dass die Aramco Raffinerien in drei bis vier Wochen wieder den vollständigen Produktionsbetrieb aufnehmen könnten. Die Versorgung der Weltmärkte mit Öl sei durch den Abbau der Lagerbestände aller Ölexportländer ohnehin kurzfristig  gesichert und dass die Ölpreise sich von dem Terrorschock bald wieder erholen sollten.

Auswirkungen

Nichts desto Trotz wird der Anschlag seine Auswirkungen nicht verfehlen. Das Vertrauen der globalen Investoren in die Sicherheit von bedeutenden Ölproduktionsstätten ist deutlich geschwächt, trotz aller Sicherheitsmaßnahmen, die schon jetzt auf einem sehr hohen Standard sind, könnte sich jederzeit eine ähnliche oder gar schlimmere Katastrophe wiederholen.

Bei weiteren erfolgreichen Attacken könnten echte Lieferengpässe entstehen, die  dann den Ölpreis möglicherweise auf jenseits der 80$ Marke je Barrel treiben könnten und somit die schwächelnde Weltkonjunktur weiter belasten,  was ein weltweites  Rezessionsszenario wahrscheinlich werden ließe.

Die Möglichkeit eines ausgewachsenen kriegerischen Konflikts in der Region unter Einbeziehung der USA und des Irans hätte für die Ölpreisentwicklung und die damit verbundenen Volkswirtschaften dramatische Folgen , von humanitären und politischen Konsequenzen und Auswirkungen ganz abgesehen.

Gewinner des Konflikts

Es gibt auch Profiteure der aktuell angespannten Situation um den Ölpreis. Mit dem starken Preisanstieg des schwarzen Goldes sind auch gleichzeitig die Aktienkurse großer internationaler Ölkonzerne stark angezogen. Der S&P Global Oilindex ist bisher im September, spekulationsbedingt, um 8% angestiegen. Die Ölförderindustrie in den USA erlebt, nicht zuletzt durch den Abbau von Schieferöl in den letzten Jahren ein Boom , der aktuell noch befeuert wird und die Vereinigten Staaten von Amerika zum größten Ölexporteur  weltweit gemacht hat.

Ein weiterer Anstieg und die Folgen für die Weltwirtschaft wären nachhaltig für Ölaktien und die gesamte Ölindustrie dann aber bedingt durch den konjunkturellen  Abschwung wohl eher nicht konstruktiv.

Lösungsansätze

Die Hoffnung ist, dass derartige Konflikte in der Vergangenheit oft doch noch mit diplomatischer Vernunft gelöst worden sind, im Zeichen politisch populistischer Protagonisten ist dies bestimmt nicht einfacher geworden.

Fazit: Keine spekulativen Investments empfohlen

Die Gemengelage lässt eine Prognose über die weitere Entwicklung des bedeutenden Rohstoffs kaum zu, daher ist es dem Privatanleger nicht zu raten, sich spekulativ mit Investments im Ölsektor zu engagieren.