Umdenken in der Schifffahrt – klimaneutrale Antriebe auf dem Vormarsch

Von Hans Heimburger

„Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt“. Diese Weisheit stammt von Konfuzius dem chinesischen Philosophen der bereits 551 v. chr. geboren wurde.

Die größte Containerschiffsreederei der Welt, A. P. Møller-Mærsk geht diesen ersten Schritt. Sie lässt acht Containerschiffe bauen, die ausschließlich mit grünem, also CO2 freiem Methanol angetrieben werden. Nachdem sie im Frühjahr 2021 angekündigt hatte, die Schadstoffemissionen in ihrer Flotte deutlich zu senken macht sie sehr schnell ernst. Die in Kopenhagen ansässige Firma hat das ehrgeizige Ziel, bis zum Jahr 2050 alle Transporte CO2-neutral durchzuführen. Die acht Schiffe, die in der südkoreanischen Werft Hyundai Heavy Industries bis Anfang 2024 gebaut werden, können jeweils bis zu 16.000 Container transportieren.

Viele Reedereien stellen auf klimafreundliche Antriebe um

Der für die Dekarbonisierung – bezeichnet die Umstellung einer Wirtschaftsweise, speziell der Energiewirtschaft, in Richtung eines niedrigeren Umsatzes von Kohlenstoff mit dem Ziel auf Dauer die Schaffung einer kohlenstofffreien Wirtschaft im Rahmen der Energiewende zu erreichen – zuständige Morton Bo Christiansen erklärte jüngst „wir glauben nicht mehr an fossile Treibstoffe“ und setzt damit ein deutliches Zeichen in Richtung Konkurrenz. Møller-Mærsk ist aber nicht die erste Reederei, die ihre Strategie hin zu Klimafreundlichen Schiffen verändern will. Auch der in den Niederlanden ansässige Konkurrent Euronav NV, der auf Öltransporte spezialisiert ist, hat neue Öltanker bestellt, die mit Ammoniak oder Flüssiggas (LNG) angetrieben werden. Mit der französischen Firma CMA hat der drittgrößte Containerreeder ebenso neue Frachter bestellt, die auch mit LNG betrieben werden.

Segelfrachter in der Entwicklung

Auch gibt es Reedereien, die auf Segel Unterstützung für Ihre Schiffe setzen. Dass Segel-Frachtschiffe die Welt zuverlässig mit Waren versorgen können, will nun eine schwedische Reederei beweisen. Das Unternehmen „Wallenius Marine“ plant mit einigen Partnern den „Oceanbird“. Der Verbrauch an fossilen Brennstoffen ist gerade bei Autotransportschiffen von denen einige Hundert über die Weltmeere fahren enorm. Ein solches Transportschiff verbraucht allein 40 Tonnenpro Tag! Das Schiff soll eine Länge von 200 Metern haben, es wird mit fünf Masten bestückt, die jeweils 80 Meter hoch sind. Die Flügelsegel aus Metall und einem Verbundwerkstoff werden bei starkem Wind ihre Fläche reduzieren und auf 50 Meter eingefahren. Sie sollen sich um 360 Grad drehen können.

Fazit

Auch wenn die Schifffahrt für den Ausstoß von etwa einer Mrd. Tonnen Kohlendioxid verantwortlich ist, was nur 3 Prozent der gesamten vom Menschen verursachten CO2-Emissionen entspricht, ist es doch der erste Schritt auf einem langen Weg, wie es Konfuzius ja formuliert hat. Dieser Schritt wird Nachahmer finden und das ist für das Erreichen der Klimaziele genau der richtige Weg.

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